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Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel

Dobelbau(e)r, Wilhelm (Friedrich)

* 31.7.1778 Stuttgart, Baden-Württemberg/D, † 21.4.1829 Stuttgart. Beamter, Lyriker.

Sohn des Stuttgarter Buchbinders Christoph Friedrich Dobelbauer. Ab 31.7.1806 mit Caroline Louisa Gaupp (1776–1814) verheiratet. Bis 1810 Sekretär bei der württembergischen Militärverwaltung, wohnhaft im „Stützischen Haus“ in der Stuttgarter Gerberstraße.

Für seinen Musikalischen Versuch bzw. Vergißmeinnicht vertonte Bruckner 1845 zweimal Dobelbauers sentimentale, elfstrophige Ballade über den Tod eines Kindes mit Titel Die Mutter und ihr Kind und dem Textincipit „Es blühten wunderschön auf der Au / Der Blumen viel rote und blaue“, in der das erste Reimwort zu „Au“ apokopiert wurde (vgl. Morgenblatt für gebildete Stände 14 [25.9.1820], S. 921; Fliegende Blätter, S. 25ff.). Die Geistlichen Alois Knauer und Friedrich Mayer waren die Widmungsträger der beiden Fassungen.

Schriften
  • Gedichte
Literatur
  • Morgenblatt für gebildete Stände 14 (25.9.1820), S. 921
  • Neckar-Zeitung 10.5.1824, S. 508
  • Fliegende Blätter. Eine Sammlung vaterländischer Sängerweisen zur Unterstützung der Witwe eines langgedienten Kriegers und allen Menschenfreunden gewidmet. Stuttgart 1834, S. 25ff.
  • Bernhard Fischer (Bearb.), Morgenblatt für gebildete Stände / gebildete Leser 1807–1865. Register der Honorarempfänger / Autoren und Kollationsprotokolle. München 2000, S. 232
  • Mitt. Landeskirchliches Archiv Stuttgart
  • www.wkgo.de/wkgosrc/pfarrbuch/cms/index/2385 [13.7.2020]
  • Trauungsbuch 1631–1898 des ev. Kirchenbezirks Herrenberg, 1806, pag. 149
  • Sterbebuch 1806–1902 der ev. Pfarre Stuttgart, 1829, fol. 107

ANDREA SINGER, MARGARETE WAGNER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 13.7.2020