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Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel

Rosthorn, Alfons von

* 19.9.1857 Oed, Niederösterreich/A, † 9.8.1909 Seckau, Steiermark/A. Gynäkologe.

Studium der Zoologie und Medizin an der Universität Wien, Dr. med. 1885, 1888 Assistent an der II. Universitäts-Frauenklinik in Wien, 1890 Privatdozent für Gynäkologie und Geburtshilfe. 1891 übernahm Rosthorn die Prager Gebärklinik, 1898 jene in Graz, 1902 die in Heidelberg. Gelehrter internationalen Formates. Das Studium des Beckenbindegewebes stand in diesen Jahren im Mittelpunkt seines Interesses. 1908 Nachfolger seines Lehrers Rudolf Chrobak (1843–1910) als Vorstand der II. Geburtshilflich-gynäkologischen Klinik der Universität Wien.

Rosthorn, ehemaliges Mitglied der Tafelrunde im „Riedhof“ (Gasthäuser), behandelte im Sommer 1892 als Festspielgast in Bayreuth erfolgreich den dort „von einem heftigen Unwohlsein“ (Göll.-A. 4/3, S. 264) befallenen Bruckner, der zum letzten Mal an den Bayreuther Festspielen teilnehmen konnte (Parsifal und Tannhäuser standen auf dem Programm). Bruckner verlieh ihm scherzhaft den Titel „Lebensretter“ (Göll.-A. 4/3, S. 264). Rosthorn schätzte sich glücklich, Bruckner während ihres kurzen gemeinsamen Aufenthaltes „Leibarztensdienste“ (Göll.-A. 4/3, S. 264) geleistet haben zu können.

Schriften
  • Die Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane. Wien 1896 (gemeinsam mit Rudolf Chrobak)
  • Die Krankheiten des Beckenbindegewebes. Wiesbaden 1899
Literatur

UWE HARTEN, MANFRED SKOPEC

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 14.1.2019

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Normdaten (GND)

Rosthorn, Alfons von: 116633905

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