Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel
Liechtenstein (Rezeption)
Fürstentum am rechten Ufer des Alpenrheins zwischen der Schweiz und Österreich. Laut Verfassung von 1921 konstitutionelle Monarchie auf demokratischer Grundlage. Das Adelsgeschlecht Liechtenstein ist seit der Zeit der Babenberger in einer steirischen und niederösterreichischen Linie nachweisbar. Mitglieder der Familie spielten als Politiker, Botschafter, Feldherren, Großgrundbesitzer und Industrielle in der österreichischen Geschichte eine große Rolle (Johann II. Liechtenstein).
In Liechtenstein lässt sich keine eigene Bruckner-Rezeption nachweisen. 1979 veröffentlichte Theodor Wünschmann (1901–1992) in Vaduz eine Arbeit über Bruckner. Aufführungen von Werken Bruckners fanden bisher nur von Gastorchestern statt. 1984 spielten die Bamberger Symphoniker unter Eugen Jochum die Vierte Symphonie in Schaan. 1993 wurde die Dritte (Fassung 1873) vom Sinfonieorchester des Schwedischen Rundfunks unter Esa-Pekka Salonen (* 1958), 1998 die Sechste vom SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter Sylvain Cambreling (* 1948), 2005 die Achte mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern unter Stanisław Skrowaczewski, 2006 die Fünfte vom Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst und 2012 die Dritte Symphonie (Fassung 1889) mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski in Vaduz aufgeführt.
Literatur
- Theodor Wünschmann, Zur Partitur der 4. Symphonie Anton Bruckners in der Fassung von 1874. Vaduz 1979
- Aufführungsmeldungen in den IBG-Mitteilungsblättern
- ABCD
- Josef Frommelt, Art. „Liechtenstein“, in: www.musiklexikon.ac.at [23.9.2020]
Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 23.9.2020
Zitierlink: https://www.bruckner-online.at/ABLO_d1e7785