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Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel

Seebacher, Josef (Franz Xaver)

* 3.12.1767 Linz, Oberösterreich/A, † 20.3.1848 Ansfelden, Oberösterreich/A. Geistlicher.

1792 Priesterweihe. Als Kooperator 1793–1798 in St. Florian, 1798–1800 in Feldkirchen (an der Donau) und 1800–1802 in St. Peter am Wimberg tätig. 1802–1814 war er Pfarrer in Mauthausen, 1814–1818 Pfarrvikar in Hofkirchen an der Ipf, 1818–1835 Pfarrvikar in Ebelsberg, 1835–1848 Pfarrvikar in Ansfelden, Konsistorialrat.

Opfer eines „Rufmordes“ im Bruckner-Schrifttum (insbesondere bei Göll.-A.) wurde der v. a. wegen seiner Verdienste um die Durchsetzung der Blatternimpfung hochgeschätzte, intelligente Pfarrer Seebacher. Die Behauptung August Göllerichs, Seebacher habe die hilfesuchende Witwe Theresia Bruckner statt mit einem Empfehlungsschreiben mit einer ablehnenden Bemerkung (es seien „ohnedies reiche Verwandte“ [Göll.-A. 1, S. 113f.] da, die sie und die Kinder erhalten könnten) auf den Weg nach St. Florian geschickt, ist aufgrund des vor wenigen Jahren durch den St. Florianer Stiftsarchivar Karl Rehberger (1934–2018) aufgefundenen Originalschreibens zu korrigieren.

Literatur

ELISABETH MAIER, ANDREA SINGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 14.1.2019