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Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel

Laska (eigentl. Reitinger), Joseph (Julius)

* 13.2.1886 Linz, Oberösterreich/A, † 14.11.1964 Wien/A. Komponist, Kapellmeister, Musikschriftsteller.

Sängerknabe am Linzer Dom, besuchte das Petrinum und das Stiftsgymnasium Kremsmünster, 1907–1909 Studium an der königlichen Akademie der Tonkunst in München (u. a. bei Friedrich Klose). Dirigierausbildung angeblich bei Felix Mottl. Bis 1914 Tätigkeit als Kapellmeister an verschiedenen Theatern. Nach Militärdienst bis 1919 in russischer Kriegsgefangenschaft. Kompositionslehrer an der Musikschule in Wladiwostok. 1923 Ankunft in Japan, wo er bis 1935 Dirigent und Musiklehrer in Takarazuka und Kobe war. Ab 1936 lebte Laska als Dirigent und Komponist in Wien. In seinen Kompositionen verband er Elemente der westlichen Musikkultur mit jener Japans.

Mit dem 1913 gegründeten Takarazuka-Orchester leistete Laska musikalische Pionierarbeit in Japan und führte dort Werke von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Bruckner (24.4.1931 in Takarazuka Vierte, 22.11.1933 in Takarazuka Erste Symphonie, 26.1.1935 in Osaka Te Deum) erstmals auf. Laskas Verehrung und Affinität zu Bruckner drückt sich in seinem 1956 komponierten fünfstimmigen Chor Gedenken an Anton Bruckner (Hommagen und Widmungen an Bruckner) auf einen Text der Heimatdichterin Anna Zelenka (1891–1969) aus.

Werke
  • Bühnenmusik
  • Orchesterwerke (Japanische Suite)
  • Messen
  • Klavier- und Violinstücke
  • Chöre
  • (Japanische) Lieder
Literatur

ANDREA HARRANDT

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 20.2.2019

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Normdaten (GND)

Laska (eigentl. Reitinger), Joseph (Julius): 128649836

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