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Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel

Grabmer, Joseph CanReg

get. 27.2.1751 Mauthausen, Oberösterreich/A, † 17.9.1829 Ansfelden, Oberösterreich/A. Geistlicher.

Sohn des Webermeisters Christian Grabmer und dessen Frau Anna Maria. 1770 mit dem Ordenskleid der Augustiner-Chorherren von St. Florian eingekleidet, 1772 Profess, 1775 Priesterweihe. 1775–1783 Kooperator in Ried im Innkreis, 1783–1786 Kooperator in Vöcklabruck, 1786–1789 Pfarrer in Attnang, 1789–1791 Pfarrexpositus in Asten, 1791–1793 Pfarrvikar in Hargelsberg, 1793–1814 Pfarrvikar in Feldkirchen (an der Donau), 1814–1829 Pfarrvikar in Ansfelden.

Grabmer war Zeuge (und Adressat) der ersten musikalischen Auftritte Bruckners im Knabenalter, der ihm auf seiner Kindergeige vorspielte und als Belohnung dafür Obst bekam. Der als äußerst liebevoller Seelsorger bekannte Grabmer wurde von seiner Gemeinde „Vater Grabmer“ genannt. Der Segen, den er auf seinem Sterbebett dem fünfjährigen Bruckner spendete, scheint für diesen ein äußerst prägendes Erlebnis gewesen zu sein.

Über Grabmers Nachfolger, Michael Scheer (1759–1835), ist im Zusammenhang mit Bruckner nichts Näheres bekannt.

Literatur

ELISABETH MAIER, ANDREA SINGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 4.2.2019