Zum Hauptinhalt springen

Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel

Schwickerath, Eberhard

* 4.6.1856 Solingen, Nordrhein-Westfalen/D, † 29.5.1940 Bonn, Nordrhein-Westfalen/D. Chorleiter, Jurist und Hochschullehrer.

Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Leipzig. 1874/75 Mitglied der Leipziger Universitätssängerschaft zu St. Pauli (heute Deutsche Sängerschaft). Während seiner Referendarszeit in Köln studierte er an der dortigen Musikhochschule 1879/80 Komposition bei Isidor Seiß (1840–1905) und Kontrapunkt bei Gustav Jensen (1843–1895), 1880/81 in Leipzig Klavier bei Laurenz Treiber, Musiktheorie bei Carl Riedel (1827–1888) und Musikwissenschaft bei Hugo Riemann (1849–1919) sowie 1879–1881 als Privatschüler Kontrapunkt bei Anton Bruckner in Wien. Ab 1882 Chorleiter und Lehrer am Konservatorium in Köln, 1887–1912 Musikdirektor in Aachen, wo er mehrmals die Niederrheinischen Musikfeste leitete. 1912 Berufung in das Direktorium der Münchner Akademie der Tonkunst (heute Hochschule für Musik und Theater München), wo er die Chorklasse und bis 1923 die Konzertgesellschaft für Chorgesang leitete. Ab 1928 Leiter des Madrigalgesangsvereins in Bonn.

Schwickerath wird in Bruckners Taschenkalendern erstmals im November 1879 erwähnt: „Eberhard Schwickerath, Wieden, Hungelbrunn-Gasse 2, I. Thür 4“. Bis Februar 1881 sind Stunden verzeichnet. Er überlieferte auch ein Fugenthema, das Bruckner ihm im Unterricht 1880/81 gegeben hatte (IKO 335b).

Als Musikdirektor in Aachen trat er für die Werke Bruckners ein. 1893 führte er erstmals das Te Deum und 1898 die Vierte Symphonie auf.

Werke
  • Liederbuch für höhere Mädchenschulen. München u. a. 1920
  • Liederbuch für Knaben-Mittelschulen. München 1920
  • Die Kunst der Chorschulung. Köln-Lindenthal 1937
  • Chorübungen
Literatur

ANDREA HARRANDT

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 16.1.2021

Medien

Kategorien

Normdaten (GND)

Schwickerath, Eberhard: 117430552

Links