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Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel

Mauersberger, Rudolf

* 29.1.1889 Mauersberg, Sachsen/D, † 22.2.1971 Dresden, Sachsen/D. Chordirigent, Komponist.

Sohn eines Lehrers und Kantors. 1903–1909 absolvierte er das Lehrerseminar in Annaberg, wo er das Seminarorchester leitete. Nach kirchenmusikalischem und kompositorischem Studium am Leipziger Konservatorium bei Karl Straube (1873–1950), Robert Teichmüller (1863–1939), Stephan Krehl (1864–1924) und Hans Sitt (1850–1922) wirkte er zunächst in Aachen als Chorleiter, ging dann nach Eisenach, wo er den Bach-Chor Eisenach gründete. 1930 übernahm er die Leitung des Dresdner Kreuzchores, die er fast bis an sein Lebensende behielt. Ab Mai 1933 war er Mitglied der NSDAP (Nationalsozialismus).

Unter Mauersbergers Leitung gewann der Kreuzchor höchstes Ansehen in der gesamten musikalischen Welt. Seine Pflege galt nicht nur den Werken Alter Musik (Heinrich Schütz [1585–1672], Johann Sebastian Bach), sondern auch den Schöpfungen der Romantik und der Gegenwart. Er überging Aufführungsverbote und setzte auch Werke jüdischer Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy auf die Konzertprogramme. Besondere Pflege erhielten durch ihn die geistlichen Kompositionen Bruckners, die er u. a. auch auf einer USA-Tournee des Dresdner Kreuzchores 1934 aufführte (Grün, S. 82).

Seit 1991 wird jährlich ein mit EUR 5.000,- dotiertes Rudolf-Mauersberger-Stipendium an einen aktiven oder ehemaligen Kruzianer zur Förderung der musikalischen Ausbildung verliehen.

Werke
  • Sinfonie e-Moll
  • Geistliche und weltliche Vokalwerke
  • Chorzyklen
  • Orgelwerke
Literatur

CLEMENS HÖSLINGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 8.4.2019

Medien

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Abbildungen

Abbildung 1: Rudolf Mauersberger, in: Neue Zeitschrift für Musik 97 (1930) H. 7, S. 540/2

Normdaten (GND)

Mauersberger, Rudolf: 118579177

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