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Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel

Bruckner's Unlimited

Die österreichische Crossover- und Jazzband Bruckner’s Unlimited formierte sich 1986 aus Studenten des damaligen Bruckner-Konservatoriums in Linz (heute Anton Bruckner Privatuniversität) rund um den Frontman Karlheinz „Charly“ Schmid (* 1963). Schon bald nach der Gründung konnte die Musikgruppe durch ihre originellen, mit spitzem musikalischen und verbalen Humor gespickten Kompositionen von Roland Keil (* ?) auf sich aufmerksam machen und wurde bei diversen Jazz-Wettbewerben ausgezeichnet.

„Stilvielfalt, Authentizität, Interaktion und Spontaneität gemischt mit einer gewissen Unernsthaftigkeit“ (www.bruckners-unlimited.com) prägen die Musik von Bruckner’s Unlimited. Einflüsse aus den verschiedensten musikalischen Epochen und Kulturkreisen wie etwa Jazz, Rock, Metal, Hip Hop, Klassik, Volksmusik und Country werden in den Kompositionen zusammengeführt; ergänzt durch Dada-Literatur und experimentelles Theater ergeben sich skurrile Bühnendarbietungen. In jüngerer Zeit kam es zur Zusammenarbeit mit anderen Kunstdisziplinen, so entstand u. a. der erste österreichische Jazz-Videoclip. Bei einem Konzert mit dem Titel „Anton Bruckner hoch zwei“ erklangen am 6.11.1996 im Festsaal des BORG Linz Orgelimprovisationen von Rudolf Jungwirth (* 1955) und Jazz von Bruckner's Unlimited.

Zur Namensgebung von Bruckner’s Unlimited kam es ohne einen ernsthaften Hintergrund: Die Band „entdeckte“ ein von ihren Mitgliedern als „zu Recht verschollen“ bezeichnetes (fiktives) „Frühwerk“ Anton Bruckners und brachte es zur „Uraufführung“. Der Kritiker Klaus-Peter Mayr (recte: Klaus Petermayr [* 1973]) beschrieb diese Komposition in der Allgäuer Zeitung (28.7.2001) als „Speedrock-Country-Werk, eigentlich ein oststeirisches Volkslied, jedenfalls eine Art Rock mit Bassklarinetten-Solo“ (http://db.musicaustria.at/node/30560).

Literatur

SANDRA FÖGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 11.6.2018