{"id":1616,"date":"2019-05-24T20:24:52","date_gmt":"2019-05-24T18:24:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bruckner-online.at\/?page_id=1616"},"modified":"2024-04-03T17:12:57","modified_gmt":"2024-04-03T15:12:57","slug":"abkuerzungen-copy-copy-copy-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.bruckner-online.at\/?page_id=1616","title":{"rendered":"Musikanalyse"},"content":{"rendered":"\n<p>Die <strong>automatisierte harmonische Analyse<\/strong> findet in zwei Schritten statt. Zur Erkennung der Tonarten wird der sogenannte <strong>Krumhansl-Schmuckler-Algorithmus<\/strong>, ein im Bereich der <em>Music Information Retrieval<\/em> vielfach eingesetztes mathematisches Verfahren, verwendet. Der Algorithmus basiert auf der <strong>statistischen Auswertung der klingenden Tonh\u00f6hen <\/strong>und liefert durch den Vergleich mit Referenzwerten Wahrscheinlichkeiten zu der korrekten Tonart. Die Referenzwerte sind in sechs verschiedenen ausw\u00e4hlbaren Profilen, die bestimmten T\u00f6nen eine <strong>unterschiedlich starke Gewichtung<\/strong> in der Berechnung der Tonart zuweisen, eingeteilt. Vor der Anwendung der Analyse kann au\u00dferdem die <strong>Gr\u00f6\u00dfe des Analysesegments<\/strong> gew\u00e4hlt werden, wobei das Minimum ein einzelner Takt und das Maximum die Anzahl der Takte des Musikst\u00fccks darstellt. Beispielsweise wird bei einer Segmentgr\u00f6\u00dfe von vier Takten jeder einzelne Takt in Verbindung mit den drei Folgetakten analysiert. Durch diese Kontextualisierung des musikalischen Inhalts k\u00f6nnen aufschlussreiche Zusammenh\u00e4nge offengelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse der Analyse erscheinen unter den Notensystemen je nach Segmentauswahl als <strong>verschiedenfarbige Balken<\/strong>, die f\u00fcr jeweils eine Tonart stehen. Der Name der Tonart wird in einem kleinen Tooltip-Fenster angezeigt, sobald sich der Mauscursor \u00fcber einem der Balken befindet. Bei mehreren verschiedenen Interpretationen einer nicht eindeutigen Stelle k\u00f6nnen auch eine Vielzahl an Balken ausgegeben werden, was meistens auf Tonart\u00e4nderungen schlie\u00dfen l\u00e4sst. Durch dieses Indiz k\u00f6nnen <strong>Modulationen<\/strong> schnell entdeckt werden. Auf Grundlage der herrschenden Tonart bestimmt ein auf XML-basiertes Skript die einzelnen Stufen der gleichzeitig klingenden Noten. Einen weiteren Ansatz zur Analyse bietet die <strong>Harmonieerkennung<\/strong>, die allein auf den MEI-Daten beruht. Neben den Hauptstufen und akkordeigenen T\u00f6nen werden akkordfremde T\u00f6ne wie Vorhalte, Wechselnoten und Durchgangsnoten erkannt. Dies geschieht \u00fcber Algorithmen, die mit Regeln aus der <strong>musikwissenschaftlichen Satzlehre<\/strong> arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Navigation<\/h4>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"http:\/\/www.bruckner-online.at\/?page_id=1570\">Kitzler-Studienbuch: Digitale Edition und Musikanalyse<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.bruckner-online.at\/?page_id=18\">Projektbeschreibung<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.bruckner-online.at\/?page_id=1650\">Beschreibung der Codierung<\/a><\/li><li><a href=\"http:\/\/www.bruckner-online.at\/?page_id=1580\">Beschreibung des Imageviewers<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/apps-mufo.oeaw.ac.at\/studienbuch\/\">Imageviewer<\/a><\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die automatisierte harmonische Analyse findet in zwei Schritten statt. 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